Regionalität bedeutet auch Freundschaft zum Tal
Wer im Heimeli zu Gast ist, geniesst nicht nur feines Essen, sondern lernt auch ein Stück Sapün und Schanfigg kennen. Hinter vielen Zutaten auf deinem Teller stehen Menschen, die wir persönlich kennen, denen wir vertrauen und mit denen uns oft eine langjährige Freundschaft verbindet.
Einer von ihnen ist Kurli (Hans-Jakob) Zippert aus Langwies.
Kurli führt gemeinsam mit seiner Familie einen Bio-Bergbauernbetrieb, der seit Generationen in Familienbesitz ist. Auf rund 40 Hektaren Land werden Kühe und Walliser Schwarznasenschafe mit viel Herzblut gehalten. Kurlis Jungvieh verbringt den Sommer auf der Haupteralp, gleich oberhalb des Heimelis, während seine Kühe zur Sömmerung auf der Alp Strassberg im Fondei, weilen. Aus der dort gewonnenen Milch entstehen feiner Alpkäse und Butter, und genau dieser Käse und oft auch die Butter finden seinen Weg direkt ins Heimeli.
Was uns an Kurlis Betrieb besonders beeindruckt, ist die Art und Weise, wie Landwirtschaft hier gelebt wird. Die Wiesen werden biologisch bewirtschaftet, mit dem eigenen Hofdünger gepflegt und viele Flächen werden bewusst nur extensiv genutzt. So entstehen artenreiche Bergwiesen mit unzähligen Blumen und Kräutern, eine wichtige Grundlage für gesundes Vieh und einen Käse mit unverwechselbarem Charakter.
Dass wir diesen Käse unseren Gästen servieren dürfen, macht uns stolz und dankbar. Es bedeutet Vertrauen, gegenseitige Wertschätzung und die Möglichkeit, Menschen und ihre Arbeit sichtbar zu machen.
Kurli ist dabei nur einer von vielen wunderbaren Produzenten, die das Heimeli mit ihren Erzeugnissen bereichern.
So liefert uns David Zippert ausgezeichneten Schafkäse. Peter Sprecher von der Hofmetzgerei Sonnenrüthi versorgt uns mit seinem feinen Salsiz und wann immer möglich mit bestem Bio-Beef. Unsere Honiglieferanten bringen den Geschmack der heimischen Bergwelt ins Glas; jedes Jahr weilen beispielsweise Wanderbienen für ein paar Wochen im Sapün. Und wenn uns der Bio-Garten Schanfigg mit frischem Gemüse beliefern kann, was in den Bergen je nach Wetter nicht immer selbstverständlich ist, wird uns jedes Mal bewusst, welches Privileg es ist, so hochwertige Produkte direkt vor der Haustüre zu haben. Auch unsere Nachbarn Fritz und Yvette aus dem Sapün, von ihnen beziehen wir die frischen Eier für unsere Heimeli-Pasta, oder Pilzsammler der Region gehören zu unseren Lieferanten. Frischer und regionaler geht es kaum. Und: Je näher, desto lieber. Je regionaler, desto authentischer.
Das ist kein Werbespruch, sondern unsere Überzeugung. Wir möchten unseren Gästen zeigen, wie reich unsere Region an hervorragenden Produkten und engagierten Menschen ist. Jeder Einkauf bei unseren Lieferanten trägt dazu bei, dass die Berglandwirtschaft erhalten bleibt, Alpen und Wiesen gepflegt werden und die einzigartige Kulturlandschaft rund ums Heimeli weiterlebt.
Und noch eine Anmerkung zu Kurli:
Kurli bereichert das Heimeli nicht nur mit seinem feinen Alpkäse. Immer wieder tauscht er seine Stallkleider gegen das Sennenchutteli und die tägliche Arbeit auf dem Hof gegen sein Schwyzerörgeli (so auch demnächst wieder, nämlich am 1. August). Mit seiner Musik schafft er im Heimeli eine Stimmung, die genauso authentisch ist wie seine Produkte. Denn Regionalität bedeutet für uns weit mehr als kurze Transportwege. Es sind nicht nur Produkte aus der Umgebung, sondern Menschen, die ihre Heimat mit ihrer Leidenschaft, ihrer Persönlichkeit und auch mit ihrer Musik lebendig machen. Genau diese Begegnungen machen das Heimeli zu einem Ort, an dem Genuss, Kultur und Gastfreundschaft auf ganz natürliche Weise zusammenfinden.
Deshalb gilt unser herzlicher Dank Kurli und seiner Familie und allen Menschen, die uns Tag für Tag mit ihren Produkten, ihrer Leidenschaft und ihrer Verlässlichkeit begleiten. Ohne sie wäre das Heimeli nicht das, was es heute ist.
Ich habe Kurli gebeten, mir doch ein paar Details über seinen Betrieb zu erzählen bzw. zu schreiben - man spürt die Leidenschaft in seinem Bericht über sein Leben als Bergbauer.







Zu den Bildern: Man merkt, Kurli und Sarah sind stolz, Bergbauern zu sein... aber so romantisch, wie es auf den Bildern scheint, ist es wohl nicht immer. Ein grosses Dankeschön, gebührt all unsere Bergbauern, sie leisten wertvolle Landschaftspflege in unserem Bergtal.
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